Trekking an den Seen: Alpe Quaggione
Trekking an den Seen: Alpe Quaggione
Die Alpe Quaggione (1.142 m) ist einer dieser magischen Orte meiner Kindheit – wo ich gelernt habe, Schnee mit Kakao zu essen, mich an Brennnesseln zu stechen, Hügel hinunterzurollen und sogar wilden Salbei zum Zähneputzen zu benutzen…
Dauer: je nach Tempo und Pausen zwischen 1 und 2 Stunden
Schwierigkeit: LEICHT
Untergrund: Asphalt, Schotterweg, Wiese
Geeignet für Kinder. NICHT geeignet für Kinderwagen.
Wir befinden uns im Strona-Tal, in der Gemeinde Germagno, nur etwa 15 Autominuten vom B&B Tra i Laghi entfernt. Wer möchte, kann die Alpe auch zu Fuß erreichen – ein durchgehend ansteigender Weg durch Wälder, Wiesen und Almen (mindestens 2 Stunden Gehzeit).
Anfahrt zur Alpe Quaggione
Machen wir es uns einfach – wir fahren mit dem Auto!
Fahrt in Richtung Zentrum von Casale Corte Cerro und biegt an der Kirche links ab. Fahrt durch den Ortsteil Montebuglio bis zum Dorf Gattugno. Von dort geht es weiter hinauf zur Alpe Colla. Die Straße schlängelt sich mit engen Kurven durch den Wald.
Wenn ihr euch auf Bergstraßen nicht wohlfühlt, könnt ihr auch von Omegna aus Richtung Strona-Tal und Germagno fahren.
Nach der Alpe Colla erreicht ihr die Alpe Cardello – hier lohnt sich ein kurzer Stopp, um die kleine, charakteristische Kapelle zu besichtigen.
Kurz darauf kommt ihr zum Parkplatz der Alpe Quaggione. Lasst das Auto stehen und startet eure Wanderung durch diese wunderschöne Almlandschaft, die nur im Sommer bewohnt ist.
Was es zu sehen gibt
Der erste besondere Ort ist die runde Kapelle „Madonna della Neve“, die 1970 vom Maler und Bildhauer Franco Ferraris entworfen und gebaut wurde.
In der Nähe befindet sich der Picknickbereich „Al Valarel“, der von der Vereinigung „Amici dell’Alpe Quaggione“ geschaffen wurde – sie setzt sich seit Jahren für den Erhalt dieses Gebiets ein. Hier gibt es auch Grillplätze.
Ein bisschen Geschichte
Die Alpe hat auch eine wichtige historische Bedeutung: Hier sammelte der Partisan Bruno Rutto etwa vierzig Männer, um nach der Schlacht von Megolo den Widerstand gegen die Nationalsozialisten fortzusetzen. So entstand die „Erste Partisanengruppe Filippo Beltrami“, deren Symbol das grüne Halstuch der Alpini war.
Auf den „Monte Zucchero“
Geht weiter: Mit der Kapelle im Rücken folgt ihr der Straße, die sich bald nach rechts und links teilt. Die Richtung ist egal – ihr macht eine Rundtour und kommt wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Oben erreicht ihr den Monte Zuccaro (1.338 m), wo eine kleine Kapelle einen atemberaubenden Blick auf das Strona-Tal sowie den Ortasee und den Lago Maggiore bietet.
Kleine Anekdote: Für uns Kinder hieß er „Zuckerberg“, auch wenn es dort natürlich keinen Zucker gab!
Mit etwas Glück könnt ihr auch Paraglider beim Start beobachten – viele fliegen von hier bis nach Gravellona Toce.
Nützliche Infos
Auf der Alpe Quaggione gibt es keine Bars oder Restaurants.
An der Alpe Colla findet ihr jedoch ein schönes Restaurant mit Pizzeria von Nicoletta und Michele – ideal für eine Pause, einen Kaffee oder eine Pizza.
Außerdem könnt ihr das Kloster „Santi Pietro e Paolo“ in Germagno besuchen, wo Honig, Marmeladen, Aufstriche, Liköre und andere Produkte nach alten Rezepten hergestellt und verkauft werden.
Picknick… auch am Abend!
Wenn ihr euer eigenes Essen mitbringen möchtet, könnt ihr beim „Non Solo Pane Market“ in Casale (in der Nähe der Kirche) belegte Brote vorbereiten lassen.
Alternativ gibt es die „Bottega di Sara“ in Germagno.
Ist es tagsüber zu heiß? Dann macht doch ein Abend-Picknick! Oben auf der Alpe ist es immer angenehm frisch – wir machen das oft, und es ist einfach wunderbar.
Genießt diese Wanderung zwischen den Seen: eine ruhige und erholsame Tour durch Wiesen, alte Almhütten, weidende Kühe, Blumen und traumhafte Ausblicke auf unsere Seen. 🌿